Deutschland hat nicht genug Eier zu twittern

Immer wieder werden Zahlen bekannt gegeben, die belegen:

Twitter ist nicht beliebt in Deutschland. Der Grund hierfür? – Die Deutschen haben nicht genug Eier zu twittern.

Twitter ist „Neuland“ – für manche Persönlichkeiten ist auch das Internet Neuland – daher ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass der weltweite Dienst Twitter in Deutschland noch nicht erfolgreich angekommen ist.

Mich ärgern solche Aussagen – aber scheinbar ist mein Land eine Spießer-Kultur ohne Ende. Ich und viele deutsche Twitter-Nutzer gehören zum Glück zu den Mutigen, den Ausreißern, den Spezies, die Twitter mit Freude nutzen. Es gibt viele Gründe, warum der Deutsche nicht Twitter als Medium wählt.

  • Es ist komplett öffentlich – „Hilfe! Sowas macht man als vernünftiger Mensch doch nicht.“
  • Außerdem fehlt es an Übersicht – „Da kann doch keiner folgen“ – „Wo bleibt die Ordnung?!“
  • RT, TL, #### – „Das ist doch kein Deutsch“
  • Wahllos Menschen folgen, die man nicht kennt – „Was stimmt mit Ihnen nicht? Warum tuen Sie sowas?“
  • Deutsche Sprache ist in 140 Zeichen nicht erstrebenswert  – „Zu kurz! Da muss man auf den Punkt kommen und sich zu klaren Aussagen verleiten lassen. Nicht gewollt, könnte politisch inkorrekt werden – geht nicht!“
Deutschland ist keine Twitter-Nation - Was hindert uns daran? max. Zeichvorgabe, unsere Spießerkultur, Angst vor Neuem oder das wir keinen auf Twitter kennen

Deutschland ist keine Twitter-Nation

Meine ersten Erfahrungen auf Twitter waren positiv. Ich habe mich nicht abschrecken lassen, das alles „anders“ ist. Im Gegenteil- das fand ich spannend und ließ mich aktiver werden bei Twitter.

Willst du twittern – musst du dich freimachen

Ich glaube, dass ist das größte Problem für meine Landsleute. Einfach schreiben, was man denkt – was man gerade fühlt – ist vielleicht nicht immer lebensnotwendig so mancher Tweet, aber das ist der Spaß auf Twitter. Loslassen, auf den Punkt kommen und sich spielerisch in die Öffentlichkeit wagen.

Ehrlich gesagt, frage ich mich immer, warum wir so zugeknöpft sind. Wir haben keinen Nationalstolz (außer kranken) – wir verkriechen uns gern in unseren eigenen vier Wänden – bloß nicht lächelnd durch die Gegend laufen. Das alles spiegelt sich auch auf unser Onlineverhalten wieder. Daher glaube ich, dass Twitter niemals einen ähnlichen Erfolg haben wird wie in Amerika.

Entscheidest du dich trotzdem für Twitter- dann wirst du an den folgenden Typen nicht vorbeikommen.

Die Twitter-Typen:

  1. Es gibt die Professionals – meist aus der Medienbranche, die unter wahren Namen Informationen verbreiten – Trends aufspüren und sich in Echtzeit mit wichtigen Beiträgen austauschen
  2. Es gibt die Spammer – Unternehmen die Twitter – oder wahrscheinlich eher – die Social Media nicht verstanden haben und einfach irgendwelche „Slogans“, „Angebote“ oder „pure Links“ twittern
  3. Es gibt die Kundensupports – Unternehmen die Support via Twitter können
  4. Es gibt die Stars – ähnlich wie Youtuber – gibt es auf Twitter auch Persönlichkeiten, denen gefolgt wird, weil sie symphatisch und authentisch sind. Bei Twitter ist es ein wenig radikaler, da diese Stars meistens anonym agieren. Sie bedienen sich „krasser“ Wörter, die viele denken, aber nicht aussprechen. – Sie haben aber die meisten Follower – woran das nur liegt 😉
  5. Es gibt die Stalker – der größte Teil der Twittergemeinschaft sind Personen, die folgen und passiv auf Twitter unterwegs sind – sie schreiben kaum bzw. keine eigenen Tweets und lesen und retweeten andere Nutzer

Jetzt ist es an dir, hast du genug Eier zu twittern?


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2 Gedanken zu “Deutschland hat nicht genug Eier zu twittern

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